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Tut es!

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posted in Blog by Christoph Marti

"Das Wesen des Menschen bei der Aufnahme sichtbar zu machen, ist die höchste Kunst der Fotografie."

(Friedrich Dürrenmatt)

Fotografie zeigt immer nur einen Teil der Wirklichkeit. Im Besonderen gilt das, wenn man Menschen fotografiert. Das Licht, der Schatten, die Schärfe, die Unschärfe und der Bildausschnitt – Sie bestimmen darüber, wie ein Mensch auf einem Foto zu sein scheint.

Ein Porträt zeigt immer nur einige Facetten eines Menschen. Darüber zu entscheiden, wie ein Mensch nach Aussen dargestellt werden soll – Dies ist eine der schwierigsten und schönsten Aufgaben der Fotografie und der Mode.

 Fotografie kann auch Schein sein. Wer abgebildet wird, weiss häufig davon und verhält sich dementsprechend. Er möchte schön sein und dem zukünftigen Betrachter des Bildes gefallen. Spannend ist sowohl in der Fotografie wie auch in der Mode, wenn die Ebenen des Scheins und diejenige des Seins verschmelzen.
Dies geschieht, wenn während des Aktes der Fotografie in dem Menschen, der dabei Modell steht, etwas passiert. Wenn er sich selbst zu begehren beginnt und aus gespielter echte Selbstliebe wird. Ein Foto kann einem Menschen dabei helfen, eine Seite seines Ichs zu erkennen. Kleider können ihm ermöglichen, einen Teil seines Selbst auszuleben. Und so wird aus Schein Sein.


Das Wesen des Menschen bei einer Aufnahme sichtbar zu machen, heisst für mich auch, dem Fotografierten selbst seine Schönheit aufzuzeigen. Schönheit kommt von innen. Fotografie und Mode können dem Einzeln dabei helfen, sie zum Vorschein zu bringen. Den letzten Schritt muss aber jeder selbst tun. Denn Schön sein bedeutet, sich selbst schön zu finden.

Im Vergleichen erkennen wir uns selbst. Das Kind lernt, dass es ein Ich hat, indem es die Sicht anderer auf sich selbst erkennt. Ähnlich verhält es sich mit einem eigenen Foto oder einem selbst gestalteten Kleid. Der Erschaffende versteht das Erschlaffte erst, wenn sich andere dazu äussern. Umso mehr schmerzt es, wenn eine solche Äusserung negativ ausfällt.
Auch das habe ich erlebt und ich erlebe es teils immer noch. Meine ersten Fotos waren noch nicht gut. An der Kritik bin ich gewachsen. Und wie meine Fotos besser wurden, wurden auch die Äusserungen anderer über sie positiver.


Es gilt aber auch zu verstehen, dass Äusserungen über Gestaltetes sich selten nur auf das Objekt selbst beziehen. Menschen betrachten den Kontext. Es liegt nicht nur an meinen besser werdenden


Fotos, dass die Kritik darüber heute positiver ausfällt. Es liegt auch daran, dass ich inzwischen in London und Paris Prominente fotografieren durfte. Vielen Personen fällt es einfacher einen Fotografen zu kritisieren, der seine Freunde fotografiert. Fotografiert er Prominente, die sich positiv zu seinen Fotos äussern, wird negative Kritik schwieriger.
Was ich daraus gelernt habe, ist mich unabhängiger von der Meinung anderer zu machen. Aussagen darüber, was man tut, soll man zur Kenntnis nehmen. Es ist aber ebenso wichtig zu verstehen, wie sie zu Stande kommen. Nur wer das tut, kann an ihnen wachsen. Wer dies nicht versteht, lässt sich Selbst allzu schnell von negativer Kritik zerstören.

(Foto: Stefan Steiner)

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Christoph marti Fotografie Fotostudio Biberist


22 04, 17

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