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Black and White Session

Christoph Marti Fotograf
Schon früh habe ich mich für die Schönheit der schwarzweiss Fotografie interessiert. Ich finde es spannend, dass man bei der monochromen Fotografie Dinge wahrnimmt, welche man mit Farben leicht übersehen würde.

Christoph Marti Fotograf
Klar, jegliche kompositorische Grundregeln der Fotografie gelten auch für die schwarzweiss-Fotografie. Egal ob bei Portraits, Landschaften oder der Architektur. Formen, Tönen, Kontraste und Texturen wirken in schwarzweiss noch viel intensiver; keine Ablenkung von Farben und mehr Raum für eigene Fantasien. Licht und Schatten haben eine gigantischen Einfluss auf das Foto. Alle beschweren über das graue Wetter. Viel zu viele Wolken am Himmel? Dann ist es möglicherweise genau richtig für dein gutes schwarzweiss-Foto Wetter. Klare Formen, Linien und Strukturen, aber auch bestimmte Farben, wie beispielsweise eine unscharfe, grüne Hecke im Hintergrund eignen sich sehr gut für s/w-Bilder. Das Grün lässt sich im Raw-Konverter sehr schön einzeln ansteuern und kann wunderbar gegen das Hauptmotiv abgesetzt werden.

Getreu dem Motto, weniger ist manchmal mehr, sieht es wohl auf keinem Foto gut aus, wenn das Model überschminkt ist. Dies erkennt man auf meinen Foto auch - weniger ist mehr, oder vielleicht sogar ohne Make-up arbeiten. Das Make Up sollte deswegen auf die schwarzweiss-Fotografie angepasst werden. Für ein Farbbild wäre das Model weiter unten definitiv überschminkt.

Kleiner Tipp: Fotografiere mit dem niedrigsten, möglichen ISO Wert. Klar, ein schwarzweiss-Foto darf auch mal eine schöne Körnung haben, aber wenn es verrauscht ist, ist oft wenig zu retten. Also auch hier lieber in der Nachbearbeitung rum spielen, statt vorher auf Qualität zu verzichten.

Schwarzweiss-Portraits sind in ihren Gestaltungsmitteln deutlich reduziert als Farbfotos. Also ist es wichtig, eine gute Balance für jene Gestaltungselemente zu finden, die noch übrig sind. Das Model ist im Mittelpunkt deines Fotos. In Empathie und Kommunikation sind dabei die Schlüsselfaktoren. Rede mit Deinem Model, reisse dein Gegenüber mit, langweile ihn/sie nicht und versuche ihm/ihr die Situation so angenehm wie nur irgendwie möglich zu machen. Der Ausdruck Deines Models ist das wichtigste Gestaltungselement, dass Du hast.

Die meisten modernen Retusche-Techniken wie etwa Frequenztrennung oder Gradient Maps sind für Schwarzweiß-Bilder nicht geeignet. Also ist es absolut empfehlenswert die Bearbeitung an der farbigen Version des Bildes durchzuführen. Dies hilft auch dabei, fleckige Hautpartien zu vermeiden.